Keep my Credits

Informatik-Module anrechnen lassen

An 18 Hochschulen liegen Informatik-Studiengänge im Katalog (37 insgesamt). Der Rechner vergleicht deine bestandenen Module mit deren Modulhandbüchern und sagt dir je Hochschule, was voraussichtlich zählt.

Hochschulen mit Informatik im Katalog

Eine gemeinsame Grundlage für Uni und FH

Für den Aufbau von Informatik-Studiengängen gibt es bundesweite Empfehlungen der Gesellschaft für Informatik (GI), zuletzt im Juli 2016. Sie richten sich ausdrücklich gleichermaßen an Universitäten und an Fachhochschulen. Schon die Vorgängerfassung von 2005 haben laut GI viele Hochschulen als Grundlage ihrer Studiengänge genutzt, und die Akkreditierungsagenturen haben sie oft bei der Beurteilung von Studiengängen eingesetzt.

Für einen Wechsel heißt das: Die Grundlagen beruhen an vielen Hochschulen auf demselben Rahmen. Unterscheiden können sich Modulnamen, Zuschnitt und Reihenfolge — und genau deshalb lohnt der Vergleich Modul für Modul.

Was jedes Informatik-Studium abdecken soll

Die GI beschreibt 17 Inhaltsbereiche, in denen jeder Informatik-Bachelor Kompetenzen vermitteln soll. Sie betont, dass das keine Modulliste ist: Ein Bereich kann auf mehrere Module verteilt sein, ein Modul mehrere Bereiche abdecken. Diese Bereiche sollen etwa zwei Drittel der Leistungspunkte im Bachelor füllen, das letzte Drittel bleibt für das eigene Profil der Hochschule.

  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Analysis und Numerik
  • Betriebssysteme
  • Datenbanken und Informationssysteme
  • Digitaltechnik und Rechnerorganisation
  • Diskrete Strukturen, Logik und Algebra
  • Formale Sprachen und Automaten
  • Informatik als Disziplin
  • Informatik und Gesellschaft
  • IT-Sicherheit
  • Mensch-Computer-Interaktion
  • Modellierung
  • Programmiersprachen und -methodik
  • Projekt- und Teamkompetenz
  • Rechnernetze und verteilte Systeme
  • Software-Engineering
  • Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik

Früh wechseln heißt: vor allem Pflichtmodule mitbringen

Nach den GI-Empfehlungen sollen in den Semestern 1 bis 4 überwiegend Pflichtveranstaltungen liegen, die sich an diesen Inhaltsbereichen orientieren. Die Semester 5 und 6 bieten überwiegend Wahl- und Wahlpflichtveranstaltungen, dazu Platz für eine Praxisphase und die Bachelorarbeit.

Wer in den ersten Semestern wechselt, bringt also hauptsächlich Module aus Bereichen mit, die jedes Informatik-Studium abdecken soll. Später kommen mehr Wahlmodule hinzu, und die sind von Hochschule zu Hochschule verschiedener.

Nicht jede Informatik ist gleich viel Informatik

Die GI unterscheidet drei Arten von Studiengängen. Ein reiner Informatik-Bachelor (Typ 1) soll 85 bis 100 der 180 Leistungspunkte in der Informatik haben, dazu je 25 bis 35 in mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen und in fachübergreifenden Inhalten. Ein Informatik-Studiengang mit speziellem Anwendungsbereich (Typ 2) sieht nur 60 bis 75 Punkte Informatik vor, dafür 30 bis 45 im Anwendungsbereich.

Beim Wechsel zwischen einem reinen Informatik-Studiengang und einem mit Anwendungsbereich gibt es deshalb weniger gemeinsame Pflicht. Studiengänge wie Wirtschafts-, Medien- oder Medizinische Informatik führen wir als eigene Fächer.

6 oder 7 Semester: das Praxissemester

Die Regelstudienzeit eines Bachelors beträgt sechs, sieben oder acht Semester, mit in der Regel 30 Leistungspunkten je Semester und mindestens 180 insgesamt (Musterrechtsverordnung der Länder, § 3 und § 8). Die GI empfiehlt für Informatik sechs Semester mit 180 Punkten, mit vollständigem Praxissemester sieben Semester mit 210 Punkten. Für das Praxissemester können bis zu 30 Punkte vorgesehen sein.

Wechselst du zwischen einem Studiengang mit und einem ohne Praxissemester, unterscheidet sich der Aufbau also um bis zu ein Semester. Wie die Ziel-Hochschule eine schon abgeleistete Praxisphase behandelt, regelt ihre Prüfungsordnung.

Was beim Vergleich zählt

Im Zusammenhang mit Weiterbildung und Durchlässigkeit schreibt die GI, Gleichwertigkeit sei nicht über Inhaltsgleichheit, sondern über die erworbenen Kompetenzen zu bestimmen. Es gehe nicht allein darum, einzelne Module auf Deckungsgleichheit zu prüfen, sondern auch darum, ob der Kompetenzerwerb in größeren Abschnitten des Studiums erhalten bleibt.

Rechtlich ist der Maßstab in Nordrhein-Westfalen „kein wesentlicher Unterschied“ und ausdrücklich nicht Gleichwertigkeit. Was im Gesetz steht, was in anderen Ländern gilt und wer was beweisen muss, steht im Ratgeber zur Anerkennung.

Kostenlos rechnen

Du brauchst kein Konto und zahlst erst, wenn du die drei besten Ziele sehen willst — Preise.

Unsicher, ob die Ziel-Hochschule überhaupt anerkennen muss? Was das Gesetz dazu sagt.

Quellen